Bausachverständiger Danny Lieger

Bergen auf Rügen

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Berichte zum Thema Energie Sparen, Bauen und Bauschäden

Danny Lieger

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Sachverständiger für Schäden an Gebäuden

Als Bausachverständiger oder Baugutachter

begrüße ich Sie auf meiner Seite als Sachverständiger in Bergen auf Rügen und Umgebung. Ich arbeite als Bausachverständiger nicht nur für Gerichte sondern auch für Privatkunden. Als Baugutachter beim Hauskauf, als Ihre persönliche Unterstützung beim Neubau oder als Experte bei Schimmelpilzen in Wohnungen und Häusern. Gern bin ich als Bausachverständiger auch für Sie tätig.

Hier möchte ich Ihnen darstellen, wie ein Bausachverständiger auch Sie unterstützen kann.

Mein Werdegang

Schon während meiner Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker konnte ich feststellen, dass dieser Beruf mich nicht ausfüllen wird. Somit habe ich schon 1996 in dem Sachverständigenbüro meines Vaters als Aushilfe gearbeitet. 1998-1999 habe ich über die IHK zu Rostock eine Schulung für Innovative Anwendungen von Informationstechnologien für KMU besucht. In den Jahren 1999-2000 habe ich über die Kammer der Technik (Dr. Sprengnetter) in Jena und Potsdam meine Ausbildung zum Sachverständigen im Grundstücksverkehr durchgeführt. In den folgenden Jahren habe ich zahlreiche Weiterbildungen besucht, wie z.B.

  • Sicherheits- und Gesundheitskoordinator nach Baustellenverordnung
  • Jahreskongeß für Bewertungssachverständige
  • Syseca „Bauschäden im Bereich Dächer, Balkone und Terrassen“
  • Ingenieurkammer MV „Luftdichtheit von Gebäuden“
  • DEKRA hausinterne Weiterbildung: Haftung der Sachverständigen, Interessante Bauwerke, Rund um den Liegenschaftszinssatz
  • DEKRA hausinterne Weiterbildungen: Energiepass/Energieeinsparverordnung, Energieeinsparende Heiztechnik, Schimmel in Wohngebäuden
  • Ingenieurkammer „Bauen im Bestand“
  • Hanseraum-Academy
  • DEKRA hausinterne Weiterbildungen: „Die sachverständige Schadensbewertung im Spannungsfeld der Veränderung“, „Der Sachverständige als Mediator“, „Wärmebrücken im Altbau“, „ImmoWert V"
  • DEKRA hausinterne Weiterbildung, „Energieausweis allgemein-Basics“, „Leistungspflichten und Haftung des Sachverständigen“, „Techn. Due Diligens“, „Markt der Wertermittlung“, „Gutachtenerstellung für Gerichte“
  • Baufachtagung (Fenster Fassade Dach)
  • Sachverständigen Akademie Aachen: zertifizierter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden
  • European Experts Group (DGSV) zertifizierter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden und Wertermittlung bebauter und unbebauter Grundstücke
  • Hanseraum Konferenz
  • DEKRA hausinterne Weiterbildungen: „Immobilienqualität T&C“, „Einarbeitung Software IQ“
  • DEKRA hausinterne Weiterbildungen: Basislehrgang für Sachverständige
  • Prüfung nach Ausbilder-Eignungsverordnung der IHK zu Rostock
  • Vermeidbare Risiken für Ingenieurbüros (Ingenieurkammer)
  • Remmers Akademie: Ziegelfassaden Instandsetzung
  • Hanseatische Sanierungstage
  • IHK zu Rostock Sachverständigentag „EU-Datenschutzgrundverordnung“
  • Re-Zertifizierung DGSV Schäden an Gebäuden
  • Umweltmykologie
  • „Probennahme bei Schimmelpilzbefall“
  • „Gebäudethermografie“
  • DEKRA Hausinterne Schulung: „DIN EN ISO 9972 Prüfung Luftdichtheit von Gebäuden“, „Testgerät BlowerDoor“
Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen der Qualitätsimmobilie, Hauskaufberatung, Bauschäden allgemein, Brandschäden, Wasserschäden, Sturmschäden, arbeiten für die Versicherungsgesellschaften und Prüfung der Luftdichtheit von Gebäuden nach Energieeinsparverordnung. Weiterhin gehören zu meinen Schwerpunkten die Probenentnahme und deren Auswertung bei Schimmelbefall.
Mitgliedschaften
Mitglied im Deutschen Gutachter und Sachverständigen Verband e.V. Vorsitzender im Sachverständigenausschuss der IHK zu Rostock Past Präsident der Wirtschaftsjunioren Stralsund e.V.

Hauskauf-Beratung in Bergen auf Rügen

Eine Hauskauf-Beratung Hilfe ist keine Wertermittlung, wie sie beispielsweise für Banken erstellt werden. Bei der Hauskauf-Beratung in Bergen auf Rügen achten wir schwerpunktmäßig auf technische Aspekte des Hauses, welches Sie kaufen wollen.

Gemeinsam mit Ihnen und in der Regel dem Verkäufer begehen wir die komplette Immobilie, vom Keller bis zum Dachstuhl. Wir achten dabei auf sichtbare Problemstellungen des Gebäudes. Das kann beispielsweise Feuchtigkeit/Schimmel sein oder aber auch sichtbare Schädlingsbefall im Dachstuhl.*

Durch unsere jahrelange Erfahrung in Bergen auf Rügen kennen wir in der Regel die Stellen, die wir genauer zu betrachten haben.

Im Anschluss setzen wir uns mit Ihnen zusammen und gehen nochmals die Auffälligkeiten der Immobilie durch.

Wir geben Ihnen dann eine erste Einschätzung, wie gravierend die Mängel sind und, falls möglich, eine grobe Schätzung der zu erwartenden Kosten. Dies dient Ihnen als Grundlage eine Entscheidung über den Kauf der Immobilie in Bergen auf Rügen zu treffen und ob der Kaufpreis realistisch ist.

Baubegleitung Bergen auf Rügen

Bei der Baubegleitung in Bergen auf Rügen steht Ihnen der Sachverständige unterstützend zur Seite, wenn Sie ein neues Haus errichten.

Die Begleitung beginnt in der Regel bereits vor dem ersten Spatenstich. Denn bereits zu diesem Zeitpunkt geht der Sachverständige mit Ihnen die Bau-Unterlagen durch. Bei den Terminen, die wir individuell abstimmen, geht der Sachverständige dann gemeinsam mit Ihnen durch den Neubau und achtet mit seiner Erfahrung auf mögliche Problemstellungen.*

Mögliche Fragen, fehlende Unterlagen oder aufgedeckte Probleme werden in unserer hauseigenen Software online dokumentiert und so lange als offener Punkt geführt, bis wir eine Erledigungsbestätigung haben bzw. uns selbst vom ordnungsgemäßen Zustand überzeugen konnten.

Ziel ist, dass wir gemeinsam mit Ihnen und dem Bauunternehmen zur Hausübergabe, die wir auf Wunsch auch begleiten, keine bzw. nur sehr wenige offene Punkte mehr haben.

Beurteilung von Rissen

Ein Riss im Mauerwerk kann die verschiedensten Ursachen haben. Es kommt immer darauf an, mit geschultem Auge eines Sachverständigen den Riss, zu bewerten. So ist es beispielsweise entscheidend, in welche Richtung und in welche Position der Riss verläuft. Auch ist es wichtig, ob der Riss noch in Bewegung ist. Mittels Riss Monitoring können wir hier eine Aussage treffen und bei Bedarf mit einem Statiker unterstützen.

Versicherungsschäden bewerten

Die Bewertung von Versicherungsschäden in Bergen auf Rügen gehört zu unseren Kernkompetenzen.

Wir arbeiten hier sowohl für die führenden Versicherungsgesellschaften als auch für Privatkunden. Unsere Einschätzungen sind immer technisch und sachlich neutral, denn unsere Aufgabe ist die Bewertung des Umfangs des Schadens, ohne Bevorteilung der einen oder der anderen Seite.

Beurteilung von Feuchteschäden

Feuchtigkeit kann sowohl von außen in ein Gebäude eindringen als auch im Gebäude, beispielsweise durch Undichtigkeiten, entstehen. Auch das Bewohnen der Immobilie kann hier Einfluss haben.

Mittels modernster Messtechnik und vielen Jahren Erfahrung unterstützt sie hier der Sachverständige bei der Ursachenfindung der Feuchtigkeitsprobleme.

Lösungen für Schimmel / Schimmelpilze in Bergen auf Rügen

Das Wachstum von Schimmelpilzen ist in der Regel nur ein Indikator, dass im/am Gebäude ein Problem besteht.

Die Ursache zu finden ist die Aufgabe eines Bausachverständigen in Bergen auf Rügen.

Diese kann sehr vielfältig sein. Grundsätzlich benötigt ein Schimmelpilz zum Wachstum, je nach Gattung, eine gewisse Feuchtigkeit. Die Quelle dieser Feuchtigkeit kann hierbei vielfältig sein. Hier können beispielsweise eindringende Feuchtigkeit von außen (fehlerhafte Abdichtung), Feuchtigkeit von innen (Wasserschaden) als auch Wärmebrücken eine Rolle spielen. Auch der Nutzer hat oft einen Einfluss (Lüftungsverhalten). In vielen Fällen liegen auch Kombinationen aus all diesen Punkten vor. Ein Sachverständiger kann sie hier bei der Ursachenfindung unterstützen

Erstellung von Wärmebildern / Infrarotthermografie

mit der Thermografie werden Schwachstellen in der Gebäudehülle aufgedeckt. Auch die Leckortung kann durch Wärmebilder unterstützt werden. Ihr Bausachverständiger berät Sie bei allen Fragen rund um Thermografie.

3D-Laserscan

Mittels 3-D Laserscan-Technik erstellen wir für Schadenorte Aufmaße und Visualisierungen. Mit der zunehmenden Digitalisierung stellt dieses Verfahren eine herausragende Verbesserung der Visualisierung von Schäden dar. Somit verfügen alle Beteiligten am Schaden, unabhängig davon, wo sie sich befinden, über den gleichen Stand an Maßen und sehen den Zustand und den Umfang des Schadens.

Neben der Transparenz können somit erhebliche Fahrtkosten und auch persönliche Treffen (Corona) reduziert werden.

Drohnen-Aufnahmen

Mittels unserer Drohnen verschaffen wir uns in und um Bergen auf Rügen und den am Schaden beteiligten einen Überblick über den gesamten Schadenort. Beispielsweise die Ausbreitung von Bränden kann hiermit deutlich besser nachvollzogen werden. Weiterhin ist auch die Dokumentation von Unwetterschäden, wie beispielsweise nach Stürmen oder Überflutungen, optimal möglich.

Ihr Sachgutachter für Bergen auf Rügen

* bei der Hauskaufberatung / Baubegleitung kann nur eine oberflächliche Betrachtung stattfinden, da der Eigentümer / Erbauer des Gebäudes eine zerstörende Untersuchung in der Regel nicht zulässt. Auch kann in Anbetracht des Zeiteinsatzes nicht jedes Detail festgestellt werden. Die Hauskaufberatung / Baubegleitung gibt daher keine 100 %ige Sicherheit, dass keine weiteren Mängel mehr vorhanden sind. Sie dient lediglich dazu, die im jeweils individuellen Erfahrungsschatz des Sachverständigen feststellbaren Punkte aufzudecken. Bitte beachten Sie auch hierzu unsere Haftungsbeschränkung im Auftragsfalle.

Wichtige Informationen zum Standort

Bergen auf Rügen liegt im Zentrum der Insel Rügen im deutschen Land Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2005 ist Bergen Verwaltungssitz des Amtes Bergen auf Rügen, des mit über 20.000 Einwohnern bevölkerungsreichsten Amtes des Landes. Die Kleinstadt ist eines von 18 Mittelzentren in Mecklenburg-Vorpommern und Hauptort der Insel.

Bergen befindet sich in zentraler Lage von Deutschlands größter Insel Rügen. Die Stadt liegt in hügeligem Gebiet, unmittelbar am nordöstlichen Stadtrand erreicht der Rugard eine Höhe von 91 m ü. NHN. Das Gebiet um Bergen ist weitgehend landwirtschaftlich geprägt. Der Ort selbst liegt auf einer Anhöhe, die während der letzten Eiszeit beim Rückzug des Eises entstand.

Nur unweit vom Zentrum entfernt befindet sich in nordöstlicher Richtung der Kleine Jasmunder Bodden.

Im Nordwesten der Stadt befindet sich der Nonnensee, im Süden das Kiebitzmoor und im Westen das Hofstädter Moor. Unweit des Kiebitzmoor, befinden sich im Stadtpark zwei Teiche, die sich an der Stelle befinden, wo sich ursprünglich der Rote See befand. Dieser gab dem angrenzenden Stadtgebiet seinen Namen.

Zu Bergen auf Rügen gehören folgende Ortsteile:

Die Ursprünge des Namens sind auf das Jahr 1232 zurückzuführen. Zu dieser Zeit wurde auf Rügen ein Ort Gora = Berg genannt, dessen Name der polabischen Sprache der Ranen entsprang. Die Roeskilder Matrikel von 1294 erwähnte den Ort als Villa Berghe und 1278 schrieb man Berghe, 1302 dann Bergh in Ruya und 1306 Berghen. Im Jahr 1314 wurde Bergen unter dem Namen villa montis urkundlich erwähnt.

Am 6. November 1995 erfolgte die Umbenennung von Bergen/Rügen zu Bergen auf Rügen.

Bergen blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Erste Siedlungen auf dem heutigen Gebiet Bergens sind jedoch schon deutlich älter. Der auffälligste Beweis dafür ist die Marienkirche südlich des Marktplatzes.

Bald nach dem Fall der Jaromarsburg 1168 wurde mit dem Bau der Marienkirche als Palastkirche des Rügenfürsten Jaromar I. begonnen. 1193 wurde die bereits bis auf den Westbau fertiggestellte und geweihte Kirche einem Zisterzienserinnenkonvent übergeben. Ab 1190 wurde der Westbau angefügt. Auch heute noch hat sie ein ganz besonderes Kuriosum zu bieten: Das Zifferblatt auf der Nordseite des Kirchturms zeigt 61 Minuten an. Durch die Gründung des Klosters begünstigt, entstand im Jahre 1232 der erste Krug.

Bis in das 15. Jahrhundert hinein blieb Bergen unter Führung des Klosters. Stadtbrände wie der von 1445 vernichteten fast den ganzen Ort, das Kloster und Teile der Kirche.

Durch eine Beschlussfassung des Landtages zu Treptow 1534 wurde die Reformation in Pommern eingeführt. Das Kloster ging in den Besitz des pommerschen Herzoges über.

Erst 1613 erfolgte die Verleihung des Stadtrechts durch Herzog Philipp Julius von Pommern-Wolgast. Für die Gewährung verschiedener Privilegien und die Übernahme des Lübischen Rechts musste Bergen 8000 Mark an den Herzog zahlen. Schon bald kam es zu Streitigkeiten um die Auslegung der Rechtsverleihung, so dass bereits 1616 eine Kommission offene Fragen zwischen Herzog und Stadt zu klären hatte. Der Dreißigjährige Krieg brachte ab 1628 auch für Bergen eine leidvolle Zeit mit sich. Krieg und Pest ließen die Einwohnerzahl auf 400 schrumpfen. 1690 und 1726 brannten erneut viele Häuser und das Ratsarchiv nieder.

Erste handwerkliche Unternehmen entstanden erst in den Jahren 1823 und 1853, als hier Lederfabriken ihre Arbeit aufnahmen. 1883 erreichten die ersten Züge den Bahnhof Bergen aus Altefähr kommend. 1877 wurde der Ernst-Moritz-Arndt-Turm auf dem Rugard vollendet. 1890 nahm die Molkerei die Arbeit auf, und 1891 folgte die Errichtung des Postgebäudes am Markt. Landratsamt, Amtsgericht, Zoll- und Steueramt folgten. Als dann in den Jahren 1898 und 1899 Wasser- und Elektrizitätswerk in Betrieb genommen wurden, verfügte Bergen über eine einer Kreisstadt angemessene Infrastruktur.

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Rügen ab dem 4. Mai 1945 kampflos von der Roten Armee besetzt.

Nach Gründung der DDR 1949 wurde die Industrialisierung vorangetrieben. 1952 begann am nordwestlichen Stadtrand der Bau des Industriegeländes. 1953/58 entstand nördlich vom Bahnhof die neue Molkerei, die täglich 300 t Milch verarbeitete. Hier wurde bis zur Schließung der Molkerei im Oktober 2019 der Rügener Badejunge, ein überregional bekannter Weichkäse hergestellt. 1955/56 entstand der VEB Brot- und Backwaren. 1957/58 nahmen Schlachthof und Fleischwarenfabrik unter dem Namen VEB Fleischwirtschaft Bergen die Produktion auf. Eine leistungsfähige Nahrungsgüterindustrie entstand in Bergen, welche die Insel und Teile des Festlandes versorgte. Von 1965 bis 1988 entstanden die großen Wohngebiete Bergen-Süd mit 1923 Wohnungen und Rotensee mit 2464 Wohnungen in der damals üblichen Plattenbauweise.

Nach der politischen Wende wurden ab 1991 der historische Stadtkern und ab 1995 die Großwohnsiedlung Rotensee im Rahmen der Städtebauförderung grundlegend saniert. Die Neubauviertel wurden modernisiert und den neuen Anforderungen angepasst. Ferner wurden einige Schulen geschlossen und neue Hotels errichtet.

Dramvitz: Bereits 1795 wurde Dramvitz in einem Dorfregister als Ortschaft mit einem Bauernhof erwähnt.

Dumsevitz: Das Gut in Dumsevitz hieß zeitweise Dumsevitz B. Die Kulturfläche blieb mit 225 ha konstant. Die Eigentümer wechselten mehrfach, u. a. Hermann Stuht, dann Anton Günther.

Fabrik: Die Gemarkung Fabrik bestand vor der Bodenreform aus 36 ha Fläche im Besitz von Siegfried Diedrich.

Lipsitz: Der Ort wurde 1307 erstmals urkundlich erwähnt. Das Gut war im Besitz der Familien von der Lancken (bis 1382), von Putbus (bis 1603), von der Osten (bis 1730), von Platen (bis 1829). Der letzte Platen starb im gleichen Jahr als Leutnant in einem Duell. Die Familie von Wackenitz besaß Lipsitz bis 1834, fortfolgend die von Lancken-Wakenitz bis 1945. Letzte Eigentümer waren der Ulanen-Leutnant Hans Malte Freiherr von der Lancken-Wakenitz, dann sein Onkel, der Major a. D. Gustav Freiherr von der Lancken-Wakenitz. Das wahrscheinlich im 18. Jahrhundert erbaute Gutshaus ist verfallen.

Neklade: Der alte Besitz war im Eigentum der briefadeligen Familie von Scheele, dann der Uradelsfamilie von Kahlden. Nutznießer des Rittergutes Neklade mit 482 ha Umfang war seit 1. Juli 1907 Ludolf von Veltheim-Ostrau (1859–1944). Er war mit der Gutsherrin auf Neklade, Viktoria Gräfin von Wylich und Lottum (1861–1933), Tochter des Fürsten Wilhelm Malte II., verheiratet. Veltheim-Neklade war Major a. D. sowie Rechtsritter des Johanniterordens. Bis zur Bodenreform gehörte das Gut ihrer Tochter Adelheid, verehelichtete von Dungern (1898–1992). Verwalter war Major Carl Conrad. Der älteste Sohn des Hauses Veltheim-Neklade, Malte, war seit 1938 in Namensänderung Malte von Putbus und starb zu Beginn 1945 im KZ Sachsenhausen.

Ramitz: Das sanierte Gutshaus wurde ursprünglich um 1800 errichtet. Ramitz gehörte zum Gutskomplex Lipsitz. Diesen allodifizierten und damit frei zum Verkauf gestellten Gutsbereich veräußerte per Kauf-Kontrakt vom 31. August 1829 Ernestine Charlotte Luise von Bredow, geborene von der Marwitz, verwitwete von Platen, an die Familie von der Lancken-Wakenitz. Den bald zu einem Majorat festgelegten Besitz übernahm der Offizier Gustav August Emil von der Lancken-Wakenitz (1835–1872), der sich mit der Professorentochter Anna Briese aus Putbus verheiratete.

Tetel: ist der kleinste Ortsteil von Bergen auf Rügen. Er liegt südöstlich von Bergen unmittelbar neben Zittvitz. In Tetel wohnen drei Familien. Das älteste Haus ist etwa 120 Jahre alt.

Thesenvitz: Der Ortsname kommt vom slawischen Tesenovici und bedeutet Leute des Tesen, ein Hinweis also auf die Siedler. 2009 hatte der Ort 399 Einwohner.

Trips: Im Jahre 1763 erwarb der Oberst Ritter Rutger von Barnekow-Ralswiek mehrere Besitzungen auf Rügen, auch die Herrschaft Streu, sowie Trips und andere Dörfer. 1772 erbte diesen Komplex samt Kirchenpatronat dessen Sohn, der Rittmeister von Barnekow. 1780 übernahm für 18000 Reichstaler Malte Friedrich von Putbus große Teile der Besitzungen. Trips verblieb dann als Teil von Silvitz dem Hause Putbus bis zu den Enteignungen 1944/45.

Zirsevitz: Der 39 ha große Hof des Erick Brinkmann war vor der Bodenreform an Erich Ockermann verpachtet.

Zittvitz: Zwei größere Landwirtschaftshöfe der Familien A. Beckmann und H. Bruhn, mit jeweils um die 25 ha Bestand, weisen die Pommerschen Landwirtschaftlichen Adressbücher für Zittvitz aus.

Bergen Süd: ist der bevölkerungsreichste Stadtteil von Bergen. Er besteht hauptsächlich aus Plattenbauten und wurde Mitte der 1960er Jahre erbaut. Die Gebäude sind zwischen 1991 und 2018 saniert worden. Bergen Süd besitzt einen der zwei Friedhöfe der Stadt und ein Gewerbegebiet, in dem sich mehrere Autohäuser, eine Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung, der städtische Bauhof und weitere kleine Unternehmen angesiedelt haben.

Rotensee: ist der zweitbevölkerungsreichste Stadtteil von Bergen und liegt im Westen der Stadt. Genau wie Bergen Süd besteht Rotensee aus Plattenbauten, die ab den 1980er Jahren errichtet wurden. Erst im Jahr 2000 wurden die ersten Häuser saniert. Aufgrund des Bevölkerungsrückgangs der Stadt wurden einige Häuser abgerissen oder zurückgebaut. Rotensee besitzt drei Kindertagesstätten, eine regionale Ganztagsschule, das soziokulturelle Nachbarschaftszentrum / Mehr-Generationen-Haus (NBZ Rotensee) sowie eine Förderschule.

Von 1952 bis 1955 war Bergen Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im neu gegründeten Bezirk Rostock. Der Kreis Bergen wurde am 1. Januar 1956 mit dem Kreis Putbus zum Kreis Rügen vereinigt. Bergen blieb von 1956 bis 1990 Kreisstadt des Kreises Rügen im Bezirk Rostock und war von 1990 bis 2011 Kreisstadt des Landkreises Rügen im Land Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Kreisgebietsreform 2011 verlor Bergen den Status als Kreisstadt und liegt seitdem im Landkreis Vorpommern-Rügen.

Am 1. Januar 2011 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Thesenvitz mit den Ortsteilen Lipsitz, Ramitz und Ramitz Siedlung nach Bergen auf Rügen eingemeindet.

ab 1990: Stand 31. Dezember des jeweiligen Jahres

Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgender Sitzverteilung:

Ratzke wurde in der Bürgermeisterwahl am 22. Mai 2022 mit 57,3 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von sieben Jahren gewählt.

Die Flagge der Stadt ist gleichmäßig längsgestreift von Grün – Weiß – Rot. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils ein Drittel der Höhe des grünen und des roten Streifens übergreifend, das Wappen der Stadt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Bergen unterhält Städtepartnerschaften zu folgenden Städten:

  • Oldenburg in Holstein (Deutschland)
  • Goleniów (Polen)
  • Svedala (Schweden)
  • Palanga (Litauen)
  • Klosterkirche St. Marien; nach 1168 als Palastkirche des Rügenfürsten Jaromar I. begonnen und vor 1193 bis auf den Westbau fertiggestellt. Die dreischiffige Basilikakirche ist der älteste erhaltene Backsteinbau in Mecklenburg-Vorpommern. Der in die Außenmauer der Marienkirche eingelassene Grabstein soll der des Fürsten sein. Bemerkenswert ist die romanische Wandmalerei – sie gilt als einziges Beispiel für die Totalausmalung einer Kirche in Norddeutschland. Im 14. Jahrhundert erfolgte der Ausbau zur Hallenkirche.
  • St.-Bonifatius-Kirche, Sitz der katholischen Kirchengemeinde auf Rügen
  • Klostergebäude des 1193 gegründeten Klosters aus dem 12. und 13. Jahrhundert, teils um 1600 und nach 1829 niedergelegt, so dass nur Reste des Refektoriums im Pförtnerhaus sowie zwei zweigeschossige Stiftshäuser von 1732 aus Backsteinen noch vorhanden sind
  • Benedix-Haus am Markt, zählt zu den ältesten Fachwerkhäusern der Insel Rügen, beherbergt seit der Restaurierung im Jahr 2000 das Standesamt und die Touristeninformation
  • Das Backstein-Gebäude des ehemaligen Kaiserlichen Postamts von 1892
  • Geburtshaus von Theodor Billroth in der nach ihm benannten Straße südlich vom Amtsgericht
  • Bürgerhäuser, zumeist zweigeschossige Fachwerkhäuser wie das Haus Kirchplatz 13 mit einer Backsteinfassade
  • Schöne Haustüren, z. B. Mühlenstraße 4
  • Gedenkstein für zwölf ermordete Häftlinge des KZ Stutthof, die bei der Evakuierung des Lagers und ihrer Ankunft in Lauterbach von SS-Männern erschossen und 1947 in Bergen beigesetzt wurden, auf dem Friedhof Eingang Billrothstraße
  • Ehrenmal für antifaschistische Widerstandskämpfer von 1964 am Rugardweg
  • Ernst-Moritz-Arndt-Turm auf 91 m ü. NHN im Waldgebiet Rugard von 1877 mit imposanten Rundblick über weite Teile der Insel
  • Museum der Stadt Bergen in einem der sorgfältig restaurierten Gebäude des ehemaligen Klosterhofes
    • im Erdgeschoss: Ur- und Frühgeschichte Rügens von der Steinzeit bis zum Ende der Slawenzeit 1168, als das Hauptheiligtum auf Arkona zerstört und die Ranen christianisiert wurden,
    • im Obergeschoss: Gründungszeit des Klosters und Beispiele aus der Bergener Stadtgeschichte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts
  • Medien- und Informationszentrum MIZ mit öffentlicher Bibliothek und kleinem Programmkino des Mobilen Kinos Filmklub Güstrow und des Kinos Lichtspiele Sassnitz als regionale Einrichtung des Dachverbandes der kulturellen Kinos und Filmklubs, Filmkommunikation Landesverband Mecklenburg-Vorpommern.
  • Erlebniswelt Rugard mit Sommerrodelbahn, Kletterwald, Minigolfanlage und Rutschenturm unweit des Marktplatzes. Dazu gehört auch eine Go-Kart- und Quadbahn im Ortsteil Tetel am südöstlichen Rand des Rugard
  • Rugardbühne, im Wald gelegene Freiluftbühne auf der Konzerte und Festivals stattfinden
  • La Grange e. V., geplante alternative soziokulturelle Begegnungsstätte für Kunst, Musik und Multimedia-Events mit niederschwelligen Zugang zu Kunst- und Kulturangeboten.

Vom Festland ist Bergen via Stralsund und den Rügendamm über die B 96 erreichbar, welche in Stralsund auf die B 105 Richtung Rostock trifft. Als Entlastung für den vor allem in den Sommermonaten oft zum Nadelöhr werdenden Rügendamm wurde eine zweite Strelasundquerung errichtet, die am 19. Oktober 2007 eröffnet wurde. Die Bundesstraße 96 ist zwischen Altefähr und Bergen, im Zusammenhang mit dem Bau des Rügenzubringers von der BAB 20, dreistreifig neu erstellt worden und führt im Gegensatz zur alten Bundesstraße an den angrenzenden Ortschaften vorbei. Von Altefähr führt eine Entlastungsstrecke über Garz/Rügen und Putbus nach Serams zu den Badeorten der Insel. Eine zusätzliche Möglichkeit, Bergen mit dem Auto zu erreichen, ist die Glewitzer Fähre zwischen Stahlbrode auf dem Festland und Glewitz auf der Halbinsel Zudar. In Bergen zweigt die B 196 ab, welche den östlichen Teil der Insel mit den Badeorten erschließt. Die B 96 selbst führt weiter nach Sassnitz.

Bergen ist über den Bahnhof Bergen auf Rügen an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Schon seit dem Bau der ersten Eisenbahnstrecke auf Rügen im Jahre 1883 erreichen auch Fernverkehrszüge die Insel. Die Inselhauptstadt hat davon immer profitiert, da sie direkt an der Hauptverkehrsader zu den Badeorten und dem Fährhafen Sassnitz gelegen ist. Seit 2011 besteht ICE-Anschluss nach Binz, Berlin und München.

Im öffentlichen Personennahverkehr besteht ein dichtes Busnetz der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR). Die Busse verkehren auf den Hauptstrecken i. d. R. stündlich, einzelne Fahrten bieten im Sommer zusätzlich die Möglichkeit zum Fahrradtransport. Der ZOB unweit des Bahnhofs Bergen ist der zentrale Knotenpunkt des Netzes, mehrere Kernlinien treffen hier zusammen. Dementsprechend befindet sich in Bergen auch ein Betriebshof der VVR.

In Bergen existieren zwei Grundschulen („Am Rugard“ mit Montessori-Zweig, „Altstadt“), zwei Regionale Schulen („Am Rugard“, „Am Grünen Berg“) sowie das Sonderpädagogische Förderzentrum „Klaus Störtebeker“ (Allgemeine Förderschule), das Gymnasium „Ernst Moritz Arndt“, eine Musikschule und eine Volkshochschule.

Der VfL Bergen 94 ist ein Mehrsparten-Sportverein in Bergen, der unter dem Namen BSG Lokomotive Bergen drei Jahre in der zweitklassigen DDR-Liga und die meiste Zeit in der drittklassigen Fußball-Bezirksliga Rostock spielte. Nach der Wende wurde der heutige Name angenommen. Von 1995 bis 2006 spielte der VfL für insgesamt sieben Jahre in der Fußball-Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern.

  • Emil Steurich: Geschichte der Stadt Bergen auf Rügen. Verlag von Walter Krohs, Bergen auf Rügen 1913. (Digitalisat)
  • Gustav Kratz: Die Städte der Provinz Pommern – Abriss ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Berlin 1965. Nachdruck: Sändig Reprint Verlag, Vaduz 1996, S. 39–42. ISBN 3-253-02734-1). (Digitalisat)
  • Wolfgang Rudolph: Die Insel Rügen. Hinstorff Verlag, Rostock 1999. ISBN 3-356-00814-5.
  • Martin Zeiller: Bergen. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae (= Topographia Germaniae. Band 13). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1652, S. 24–26 (Volltext [Wikisource]). 
  • Internetauftritt der Stadt Bergen auf Rügen
  • Literatur über Bergen auf Rügen in der Landesbibliographie MV

Quelle: Wikipedia